Mittelalter

 

MITTELALTER - Középkor

 

Meine Lehrmeister waren die erlebte Ereignisse

des 20. Jahrhunderts.

 

 

 

1996 -1998 A félremagyarázott Anonymus I-III

1999.          A koronatanú

2000.          Nem oda Buda!

2001.          Árpád fejedelem nyomában

2004.          Az őshaza és a szülőföld

 

                    

Studien zu Gesta Hungarorum

 

Das im Jahre 1980 angefangenes Studium der ersten bekannten, lateinisch geschriebenen ungarischen Gesta aus dem 13. Jh., führte nach anderthalb Jahrzehnte zu den Resultat, dass es im Gegenteil zur offiziellen wissenschaftlichen Behauptung, kein minderwertiger Werk sei, sondern ein Auszug aus dem in der 11. Jahrhundert geschriebenen und verloren gegangenen Originals ist.

 

Die ersten Studienbände:

A félremagyarázott Anonymus I-III (1996-98)

übersetzt: der falsch erklärte oder der missverstandene Anonymus. Der Titel ist dadurch begründet, dass eine Faksimile Ausgabe im Jahre 1975, mit der Übernahme der Übersetzung aus dem vorigen Jahrhundert, diesmal mit neuen Erklärungen bereichert wurde. Viele vorherige, logische Interpretationen von anderen Wissenschaftler unbeachtet, hat man die Entstehungszeit der Gesta Hungarorum ex catedra für die 13. Jahrhundert festgelegt, und den Chronist, der sich P. dictus magister nannte, als unwissendes Schreiber degradiert. Das geschah hinter den Eisernen Vorhang. Gegen diese Schulweisheit konnte man nur von draussen, wo man noch frei atmen konnte, etwas unternehmen. 

In der Gesta Hungarorum ist die Landnahme im Karpaten-Becken am Ende des 9. Jahrhunderts zwischen den rivalisierenden Grossmächte: Byzanz und der ausgehenden Karolingischen Macht, Schritt zu Schritt nachzufolgen. Die Staatengründung als Eidgenossenschaft durch 7 vereinten Stämme ist mit Recht und Pflicht auch festgelegt. Sie gaben der neuen Gründung den Namen nach dem biblischen Urvater MAGOR: „Magyarország“, und nannten sich als vereinten Volk „magyar“. Die anderen Europäer nannten sie ‚hungari’. (13. Kap.) Durch eine genauere Textanalyse lässt sich die damalige politische Lage in-Europa vom Sonnenaufgang aus auch beleuchten. 

Der erste vollständige ungarische Chronik (genannt Bilder Chronik) führt die Urgeschichte nach westliche Muster zu den drei biblischen Urväter zurück und endet in der Mitte des 14. Jahrhundert. In diesem Werk wurde die Landnahme in dem Karpaten-Becken am Ende der 9. Jahrhundert nur kurz zusammengefasst. Die Auslassung der originalen Erzählung lässt sich dadurch leicht erklären, dass vor einem halben Jahrhundert starb der letzte König Andras III. (1301) aus der Staatsgründer Árpáden-Dynastie. Über einer Tochterlinie folgten ihn zwei Anjou-Könige auf dem ungarischen Thron, Vater und Sohn und diese liessen um ihren eigenen Vorteil einen neuen Chronik mit verschwiegenen Tatsachen zu schreiben. 

Nach 20 Jahren Untersuchung und mit der Lesung der westlichen Chroniken und anderen späteren Schriften, entstand das neue Resultat: Kombiniert man die Gesta Hungarorum aus dem 11. Jh. mit der so genannten Bilder-Chronik aus dem 14. Jahrhundert, entsteht als Einheit die echte ungarische Frühgeschichte, was gleichzeitig auch europäische Geschichte ist. 

Nach den drei Anonymus Bände (á 100 Seiten) folgte später die Fortsetzung: Árpád fejedelem nyomában (2001, 278 Seiten), was nicht bedeutet, dass das Thema völlig ausgearbeitet ist. Der früher vorgesehene Plan: Gesta und Chronik zu vereinen, bleibt meinerseits wegen ausgehender Lebenszeit unvollendet.

Das Thema bringt manche Probleme mit.

1. Ich versuchte die Wahrheit über der historischen Erscheinung der Ungarn als neue Nation mit gemeinsamen Ursprung und Sprache in den Karpaten-Becken, zuDazu gehört noch die Aussage, dass ich meine ungarisch geschriebene Arbeit als Studium betrachte, die mit weiteren Forschungen ergänzt oder geändert werden kann.

Am Ende des letzten Jahrhunderts/tausends hat das Thema bei der erste Veröffentlichung in einem Zeitschrift „einen grossen Staub aufgewirbelt”, und die Fortsetzung wurde wegen Drohung vom offiziellen Seite abgesetzt. Das Buchverkauf war in dieser Zeit auch staatlich organisiert, blieb als Wagnis die Möglichkeit die Schriften im eigenen Verlag im Fortsetzungen mit geringer Auflage (500-750) erscheinen zu lassen. Die neue Interpretation der ungarischen Geschichte wird von der offiziellen Wissenschaft noch heute ignoriert.

2. Dagegen gibt es etwas anderes, Bemerkenswertes. Im Internet sind Einzelnbände sogar von grossen deutschen Verlagen zu Verkauf und von Unbekannten als gescannerte Kopien zum lesen offeriert. Da ich meine Bücher auf eigene Kosten erschienen liess, kann ich diese Inflation so erklären, dass die am Markt offerierten Exemplare entweder aus Antiquariaten stammen, oder sind sie schwarzer Nachdruck, oder die Inserate sind bunte, leere Luftballons. Allein die letzte Ausgabe „Az őshaza és a szülőföld” könnte noch als unverkaufte vorhanden sein. Dieses Band mit nachbearbeitung entspricht der ersten Anonymus Ausgabe.

Aus der Vogelschau, was nur die Lage einer Taubenschlag entspricht, kann man zusammenfassen: Viel Lärm um nichts auf Erden.

 

3. Die neue Erkenntnissen brachten eine, auf die Lösung wartende Frage mit. Warum wurden und sind noch heute die Ungarn die Prügelknabe Europas? Waren sie, wie es in den heutigen Geschichtsbücher steht, als furchbar wilde Horden, die in Europa eingebrochen sind, die mit der Aufnahme der Christentum gezähmt wurden? Frage dagegen: Stand vielleicht die Bevölkerung West-Europas damals auf einem hochen Kulturniveau?

Man kennt nur die Machtkämpfe der Herrscherhäuser, wo Mord, Todschlag, Raub und Rache alltäglich waren, die mit weiteren Grausamkeiten in den christlichen Chroniken als Selbverständlichkeit zu lesen sind. Was ist an diese Weltanschauung zu verherrlichen? 

Die ungarische Reiter, nicht mehr als einige hunderte Männer, kamen unerwartet wie der Wind, in 4 Jahrzehnten siebenmal nach Westeuropa, was Unruhe bedeutete, und zu der Strategie der westliche   Machtkämpfe gehörte. Sie verschwanden schnell, kehrten wieder heim in den Karpaten-Becken, wo das aus 7 Stämmen bestehendes Volk friedlich lebte, die um ein Nation zu werden, nach dem Blutvertrag untereinander heirateten.   Sie wurden sie in einem halben Jahrtausend ein grosser Nation. Dann änderten sich die Zeiten. In den nächsten halben Jahrtausend, trotz türkischen, Habsburger und russischer Zwangsherrschaft bewahrte das Volk sein Identität und nahm keine andere Sprache an. Und heute? Im eigenen verarmten Land darf die Bevölkerung sein ungarische Bewusstsein nicht mal im Volkstracht zeigen, ohne als „Nationalisten” sofort beschimpft zu werden.

„So sangen die Parzen:
Es horcht der Verbannte
In nächtlichen Höhlen,
Der Alte, die Lieder,                             
Denkt Kinder und Enkel
Und schüttelt das Haupt.”
(J.W.Goethe: Iphigenie auf Tauris))

Die Weltgeschichte hat zwei Gesichter, wie Janus, der altrömische Gott.

Zu den wenigen Ausnahmen gehört, was je über die Ungarn geschrieben wurde, mit gedämpfter westeuropäischer Hochmut die folgende Aussage: 

S. Fischer –Fabian: Die deutschen Caesaren (1977)

„Die Ungarn waren trotz aller (kirchen-)amtlicher Greuelpropaganda keine Untermenschen, sondern nur andere Menschen, von einer anderen Rasse. Sie waren grausam, doch nicht grausamer als die Deutschen, die bei ihren Strafexpeditionen gegen die Slawen regelmässig Tausende von Menschen hinmetzelten. Sie waren erbarmungslos, doch nie so blutdürstig wie die Wikinger, die oft um des Mordens willen mordeten. Sie fühlten sich als Boten ihrer Götter, aber ihnen fehlte der Religiöse Fanatismus, der den Sarazenen eigen war.

Und was die Kirchen betraf, die sie plünderten, die Klöster, die sie anzündeten, so waren sie hier in bester Gesellschaft: In dem gerade zu Ende gegangenen Krieg des Vaters gegen die Söhne blieben die christlichen Kirchen vor der Brandschatzung durch Christen nicht verschont.” 

In den tröstenden Text ist doch ein Fehler hereingerutsch. Gefühle sind, besonders aus über Tausend jährige Entfernung unkontrollierbar. Die Ungarn kannten keine Götter in religiösen Sinne, sie ehrten als einziger Gott den eigenen Urahn und beim Kriegsgefahr waren sie dem Hadúr, dem Herr der Heere zu gehorchen verpflichtet. 

Die Ungarn bekannten sich auch als Skythen. Im 500 Jh.v.Chr. besuchte sie nördlich vom Pontos Euxinos / Schwarzes Meer der erste Völkerkundler: Herodotos aus Halikarnassos. Seinen Reiseweg im Land der Skythen mit den gesammelten Historien zu folgen wurde für mich das grösste Abenteuer meines Lebens.